Erste Schuleröffnung in 2003
Nachdem Frau Marie Peter am .. August 2002 gestorben war, beschlossen ihre beiden Enkelkinder Peter und Sabine, in Gedenken an diese großartige Frau, eine Schule zu gründen, und diese dann nach ihr zu benennen.
Da Peter Handstein zu dieser Zeit schon seit einigen Jahren in Ningbo/China lebte und eine gute Beziehung zur ortsansässigen Regierung pflegte, bat er diese um Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Ortes.
Es dauerte nicht lange und dieser Ort war gefunden:
Xingren County, in der Provinz Guizhou, im Südwesten der Volksrepublik China.
Die Provinz Guizhou ist als eine der ärmsten Provinzen von China auf jede Hilfe angewiesen. In vielen Dörfern gibt es keine Schulen. Und wo es Schulen gibt, sind diese auf das Allernötigste beschränkt. Das heißt, die Kinder haben ein Dach über dem Kopf und teilen sich, meist mit 4 bis 6 Kindern, eine Schulbank. Lehrmittel wie Bücher und Hefte werden sich oftmals mit der ganzen Klasse geteilt.
Da es aber, wie gesagt, nur sehr wenige Schulen gibt, nehmen die Kinder teilweise Schulwege von bis zu 3 Stunden zu Fuß in Kauf, im Sommer als auch im Winter.
Nachdem nun Xingren als Ort für die neue Schule festgelegt wurde, half die Regierung von Ningbo fleissig mit. Das Geld wurde von Peter und Sabine Handstein investiert und seitens der Regierung wurden alle administrativen Dinge erledigt. Der Grundstein wurde im Frühsommer 2003 gelegt und dank der ständigen Kontrolle wurde die Schule schnell gebaut, wobei großer Wert auf die bautechnische Sicherheit gelegt wurde.
Im November 2003 wurde die Schule dann mit einem großen Fest eingeweiht. Die Kinder hatten dazu ein Programm einstudiert und gemeinsam mit Peter und Sabine Handstein, die zur Eröffnung angereist waren, wurde gefeiert, gesungen und gelacht.
Nicht zu vergessen natürlich auch die unzähligen Freudentränen, die an diesem Tag geflossen sind.
Nach Fertigstellung der ersten Bauphase hatten 400 Kinder nun eine ganz neue und moderne Schule.
Die Schule umfasst 8 Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer und sogar ein Computerzimmer mit 10 Computern.
Ein Sportplatz darf natürlich auch nicht fehlen und ein großer freier Platz, den man für Appelle und verschiedene Verantstaltungen nutzen kann.
Von Marie gibt es auf dem großen Platz vor der Schule eine Büste aus Bronze, damit sich die Kinder mit der Namensgeberin ihrer Schule vertraut machen können.
Natürlich kann man auch auf einer goldenen Tafel ein bisschen aus dem Leben von Maria lesen. Diese Tafel befindet sich im Foyer der Schule und geschrieben sind die Worte in Englisch und Chinesisch.
Voller Stolz und Freude sind die Kindern von Xingren an diesem sonnigen Tag im November 2003 in ihre neue Schule eingezogen.